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02.09.

Knapp acht Wochen ist es her, dass das Dach des Sportbads im Schwedter AquariUM nachgab und einstürzte.

Knapp acht Wochen ist es her, dass das Dach des Sportbads im Schwedter AquariUM nachgab und einstürzte. In der Zwischenzeit wurden viele Hebel in Bewegung gesetzt, um die Ursachenfindung in die Wege zu leiten, um Alternativlösungen für den Schwimmsport und das Schulschwimmen zu konzipieren und den Mitarbeitenden des nun auf unbestimmte Zeit geschlossenen AquariUM eine berufliche Perspektive aufzeigen zu können.
„Diese Prozesse, die wir als Unternehmensverbund alle parallel treiben und begleiten, sind sehr arbeitsintensiv und herausfordernd. Das können wir unumwunden zugeben. Einige Etappenziele haben wir bereits erreicht. Allen Beteiligten ist jedoch sehr bewusst, dass noch intensive Anstrengungen vor uns liegen,“ fasst der Geschäftsführer des Unternehmensverbundes Stadtwerke Schwedt, Dirk Sasson, die aktuelle Lage zusammen.

Nach intensiven Prüfungs- und Genehmigungsverfahren konnte Ende August mit den Sicherungsmaßnahmen am eingestürzten Dach begonnen werden. Gerüste und Stützbalken dienen fortan dazu, instabile Gebäudeteile zu sichern, um eine gefahrlose Begehbarkeit für die Bauexperten zu gewährleisten. Schritt für Schritt wird man sich so zur Einsturzstelle vorarbeiten können, um akribisch nach der Ursache des Einsturzes suchen zu können. „Hier werden keine Kompromisse gemacht, kein ‚Schnell-Schnell‘,“ betont Sasson. Die Sicherheit geht vor, denn letztlich hängt viel von den Untersuchungen ab. Können die Aufräumarbeiten zeitnah avisiert werden? Können vermeintlich nicht betroffene Gebäudeteile ggf. wieder nutzbar gemacht werden? „Wir – und vermutlich auch viele Schwedter – würden natürlich gern so schnell wie möglich Klarheit haben wollen, wie es mit dem AquariUM weitergeht. Wir können aktuell allerdings nicht einschätzen, wie lange die Untersuchungen andauern werden bzw. welches zukünftige Vorgehen sich daraus für uns ergibt,“ so Sasson.

Zeitgleich arbeiten der Unternehmensverbund Stadtwerke Schwedt, die Stadt Schwedt als Schulträger sowie Interessensvertreter der Schwimmsparte des SSV PCK e. V. eng an der Umsetzung einer temporären Schwimmstätte. Primär geht es darum, das öffentliche Schulschwimmen abzusichern, die Schwimmleistungsklassen der Schwedter Erich-Kästner-Grundschule zu erhalten und den traditionsreichen Schwimmverein als Landesstützpunkt zu sichern. Schließlich sind rund 500 Kinder betroffen. Gemeinsames Ziel ist es, bis Ende März 2022 eine Schwimmmöglichkeit für Schulen und Verein anbieten zu können. „Die Lösung wird vielleicht nicht 100 % perfekt sein, aber sie wird den Kindern doch wieder ein Stück dessen zurückgeben, was wir ihnen in den letzten Jahren mit dem AquariUM haben geben konnten – eine Schwimmstätte zum Lernen und Trainieren.“

Aktuell werden hierfür mögliche Standorte eruiert, Gespräche mit möglichen Anbietern und Dienstleistern geführt, die technische, organisatorische und natürlich finanzielle Machbarkeit sowie die notwendigen gesetzlichen und verwaltungstechnischen Vorgaben geprüft. Ein erstes Konzept soll den Entscheidern noch im Herbst vorgelegt werden.

Unternehmensintern ist es Ziel des Geschäftsführers Sasson, möglichst vielen Mitarbeitenden des AquariUM ein Weiterarbeiten innerhalb des Unternehmensverbundes zu ermöglichen. Schnittmengen gibt es durchaus, denn Service für den Kunden, Beratung oder Verkauf ist durchaus auch in anderen Unternehmensbereichen gefragt, ob am Tresen des FilmforUM oder bei der Unterstützung von Vertriebstätigkeiten bei den Stadtwerken. „Natürlich werden wir nicht allen Kolleginnen und Kollegen eine adäquate Beschäftigung anbieten können. Daher ist es durchaus legitim, wenn sich der ein oder andere nun beruflich außerhalb des Unternehmensverbundes orientiert. Fakt ist aber, dass wir allen Kolleginnen und Kollegen ein ‚Rückkehrgarantie‘ einräumen, damit wir personell gut gerüstet sind, wenn es wieder losgeht.“


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